Die Deutzer Osterkirmes gehört zu Kölns beliebtesten Veranstaltungen im Frühjahr. Doch 2025 fällt sie womöglich ins Wasser. Hintergrund: ein Streit um die Vergabe des Volksfests.
Seit vielen Jahren verbreitet die Osterkirmes tagelang Volksfeststimmung an der Deutzer Werft auf der rechten Rheinseite. Abertausende Besucher schlendern zwischen den Buden und lassen sich auf den Fahrgeschäften umherschleudern. Doch womöglich findet die Osterkirmes, auch Frühlingsvolksfest genannt, im Jahr 2025 nicht statt. Hintergrund: Zurzeit ruht das Vergabeverfahren, weil ein Veranstalter, der sich um die Ausrichtung des Volksfestes beworben hatte und nicht den Zuschlag bekam, Einspruch eingelegt hat.
Das bedeutet, dass die Stadt Köln abwarten muss, bis die zuständige Vergabekammer Rheinland darüber entschieden hat, ob die Vergabe korrekt abgelaufen ist. Vorher darf ein Vertrag mit dem Gewinner des Vergabeverfahrens nicht abgeschlossen werden. Normalerweise dauert eine solche Entscheidung etwa fünf Wochen. In komplizierteren Fällen kann es länger dauern. Danach könnte noch eine weitere Beschwerde eingereicht werden, was den Prozess zusätzlich verzögern würde. Sollte dies passieren, ist Ostern (20. und 22. April) vorbei und die Osterkirmes wäre ins Wasser gefallen.
Die Stadt Köln hatte die Konzession für die Durchführung der Volksfeste (Frühlings- und Herbstvolksfest) an der Deutzer Werft für die Jahre 2025 bis 2029 in einem Wettbewerb vergeben. Dabei wurden nicht nur Preis, sondern auch Qualität und Konzept bewertet. Am Ende erhielt die „Gemeinschaft Kölner Schausteller eG“ die meisten Punkte und sollte den Zuschlag bekommen – doch nun liegt das Verfahren auf Eis.
Solange keine endgültige Entscheidung gefallen ist, kann die Kirmes in Deutz nicht stattfinden. Wie lange das dauert, ist derzeit nicht absehbar.